Kurz & Knapp: Miso enthält probiotische Kulturen, B-Vitamine, Mangan, Zink und Isoflavone. Studien deuten darauf hin, dass regelmäßiger Miso-Konsum die Darmflora unterstützen, antioxidativ wirken und trotz des Salzgehalts nicht mit erhöhtem Blutdruckrisiko verbunden sein könnte. Eine Portion (1 EL, 18g) enthält etwa 2g Protein und 900mg Natrium.
Miso ist in Japan seit über 1.300 Jahren ein Grundnahrungsmittel – und das hat seinen Grund. In diesem Artikel schauen wir uns an, was die Wissenschaft über die gesundheitlichen Aspekte von Miso sagt, welche Nährstoffe es enthält und wie du es sinnvoll in deine Ernährung integrieren kannst.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Miso ist ein Lebensmittel, kein Medikament. Bei gesundheitlichen Fragen konsultiere bitte einen Arzt oder Ernährungsberater.
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Miso ist weit mehr als nur eine salzige Würzpaste. Durch den Fermentationsprozess entstehen zahlreiche Nährstoffe und bioaktive Verbindungen.
📊 Nährstoffe pro 100g Miso (Durchschnittswerte)
Vitamine und Mineralstoffe
🔹 Vitamine
- Vitamin K: Wichtig für Blutgerinnung
- B2 (Riboflavin): Energiestoffwechsel
- B12: In kleinen Mengen (variiert)
- Folsäure: Zellteilung
🔹 Mineralstoffe
- Mangan: 24% des Tagesbedarfs/100g
- Zink: Immunsystem
- Kupfer: Bindegewebe
- Phosphor: Knochen und Zähne
Bioaktive Verbindungen
Neben den klassischen Nährstoffen enthält Miso durch die Fermentation besondere Verbindungen:
- Isoflavone (Genistein, Daidzein): Pflanzliche Verbindungen aus Soja mit antioxidativen Eigenschaften
- Peptide: Durch Proteinabbau entstehen bioaktive Peptide
- Organische Säuren: Milchsäure und andere Fermentationsprodukte
- Melanoidine: Bräunungsprodukte mit antioxidativer Wirkung
Miso und Darmgesundheit
Als fermentiertes Lebensmittel enthält traditionell hergestelltes Miso lebende Mikroorganismen, die zur Darmflora beitragen können.
🔬 Was die Forschung zeigt
Laut einer Übersichtsstudie im Journal of Physiological Anthropology können fermentierte Sojaprodukte wie Miso die Zusammensetzung der Darmmikrobiota positiv beeinflussen. Die Forscher weisen jedoch darauf hin, dass weitere Studien am Menschen nötig sind.
Wichtig: Nicht alle Miso-Produkte sind gleich
Die probiotischen Eigenschaften hängen stark von der Herstellungsweise ab:
✅ Traditionell fermentiert
- Mehrere Monate bis Jahre gereift
- Lebende Kulturen enthalten
- Nicht pasteurisiert
- Oft im Kühlregal
❌ Industriell hergestellt
- Verkürzte Fermentation (Wochen)
- Oft pasteurisiert
- Keine lebenden Kulturen
- Ungekühlt haltbar
„Wenn du von den probiotischen Eigenschaften profitieren möchtest, achte auf unpasteurisiertes Miso und füge es erst am Ende des Kochens hinzu – zu große Hitze kann die lebenden Kulturen zerstören."
— HeldenPilz Team
Miso und Blutdruck: Das Salzparadox
Miso enthält viel Natrium – etwa 5g pro 100g. Trotzdem zeigen japanische Studien überraschende Ergebnisse:
📚 Studienergebnisse zum "Miso-Paradox"
- Eine Studie von 2017 mit über 40.000 Teilnehmern fand keinen Zusammenhang zwischen Miso-Suppen-Konsum und erhöhtem Blutdruck
- Forscher vermuten, dass bioaktive Peptide im Miso blutdrucksenkend wirken könnten
- Die Fermentation könnte die negativen Effekte des Natriums teilweise kompensieren
Wichtig: Diese Ergebnisse bedeuten nicht, dass Miso "blutdrucksenkend" ist. Menschen mit Bluthochdruck oder salzarmer Diät sollten ihren Arzt konsultieren und den Konsum entsprechend anpassen.
Isoflavone: Segen oder Risiko?
Miso enthält Isoflavone wie Genistein und Daidzein aus Soja. Diese "Phytoöstrogene" werden kontrovers diskutiert.
Was Isoflavone bewirken können
- Antioxidative Eigenschaften
- Schwache östrogen-ähnliche Wirkung
- In Asien mit niedrigeren Raten bestimmter Erkrankungen assoziiert
Mögliche Bedenken
- Bei hormonabhängigen Erkrankungen mit Arzt besprechen
- Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten möglich
- Übermäßiger Konsum nicht empfohlen
Fazit: Moderate Mengen Miso (1-2 Portionen täglich) gelten in der Forschung als unbedenklich für die meisten Menschen. Bei speziellen gesundheitlichen Situationen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
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→ Zum ShopAntioxidative Eigenschaften
Während der Fermentation entstehen verschiedene antioxidative Verbindungen:
- Melanoidine: Bräunungsprodukte der Maillard-Reaktion – je dunkler das Miso, desto mehr
- Isoflavone: Pflanzliche Antioxidantien
- Phenolische Verbindungen: Entstehen während der Fermentation
- Vitamin E: Natürlich in Sojabohnen enthalten
Laut einer Studie in Food Chemistry steigt die antioxidative Kapazität von Miso mit zunehmender Fermentationsdauer. Dunkles, lang gereiftes Aka Miso oder Hatcho Miso hat daher höhere antioxidative Werte als helles Shiro Miso.
Protein und Aminosäuren
Mit etwa 12g Protein pro 100g ist Miso eine gute pflanzliche Proteinquelle – allerdings isst man davon nur kleine Mengen (ca. 1 EL = 18g = 2g Protein).
🧬 Besonderheit: Erhöhte Bioverfügbarkeit
Durch die Fermentation werden Proteine teilweise in Aminosäuren aufgespalten. Das macht sie leichter verdaulich und erhöht die Bioverfügbarkeit. Außerdem entstehen dabei die Aminosäuren, die für den charakteristischen Umami-Geschmack verantwortlich sind – insbesondere Glutaminsäure.
Vitamin B12 in Miso?
Ob Miso relevante Mengen Vitamin B12 enthält, ist umstritten:
- Einige Studien fanden B12-Analoga, die möglicherweise nicht vom Körper verwertet werden können
- Die Mengen variieren stark je nach Herstellungsverfahren
- Miso sollte nicht als zuverlässige B12-Quelle für Veganer betrachtet werden
Empfehlung für Veganer: Supplementiere B12 unabhängig vom Miso-Konsum und verlasse dich nicht auf fermentierte Lebensmittel als einzige Quelle.
Wie viel Miso ist empfehlenswert?
1 Portion = 1 EL (18g) oder 1 Schale Miso-Suppe
1 EL = ca. 900mg Natrium (ca. 40% Tageswert)
Für lebende Kulturen: Unter 60°C halten
Für wen ist Miso möglicherweise nicht geeignet?
Bestimmte Personengruppen sollten vor dem Konsum ärztlichen Rat einholen:
- Sojaallergie: Miso enthält Soja und ist für Allergiker ungeeignet
- Natriumarme Diät: Der hohe Salzgehalt kann problematisch sein
- Histaminintoleranz: Fermentierte Lebensmittel können Histamin enthalten
- Hormonabhängige Erkrankungen: Wegen der Isoflavone mit Arzt besprechen
- Bestimmte Medikamente: Wechselwirkungen möglich (z.B. Blutverdünner, MAO-Hemmer)
Häufige Fragen: Ist Miso gesund?
Ist Miso gut für die Darmflora?
Traditionell fermentiertes, unpasteurisiertes Miso enthält lebende Mikroorganismen, die zur Vielfalt der Darmflora beitragen können. Wichtig ist, das Miso nicht zu stark zu erhitzen (unter 60°C), um die Kulturen zu erhalten. Pasteurisiertes Miso enthält keine lebenden Kulturen mehr.
Hat Miso viel Salz?
Ja, Miso enthält etwa 5-13% Salz je nach Sorte (Shiro Miso weniger, Aka Miso mehr). Ein Esslöffel (18g) enthält ca. 900mg Natrium. Interessanterweise zeigen Studien, dass Miso-Konsum trotz des Salzgehalts nicht mit erhöhtem Blutdruck assoziiert ist – möglicherweise aufgrund bioaktiver Peptide. Bei salzarmer Diät sollte der Konsum dennoch begrenzt werden.
Ist Miso für Veganer geeignet?
Ja, traditionelles Miso besteht nur aus Sojabohnen, Koji (Reis, Gerste oder Soja), Salz und Wasser – alles pflanzlich. Es ist eine gute Quelle für Umami-Geschmack in veganen Gerichten. Allerdings sollte Miso nicht als zuverlässige Vitamin-B12-Quelle betrachtet werden.
Kann man zu viel Miso essen?
In Japan werden durchschnittlich 1-2 Portionen Miso-Suppe täglich konsumiert, was als unbedenklich gilt. Übermäßiger Konsum (mehr als 3-4 Portionen täglich) könnte durch den hohen Natriumgehalt problematisch sein. Bei bestimmten Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Welches Miso ist am gesündesten?
Alle traditionell fermentierten Miso-Sorten haben gesundheitliche Vorteile. Dunkles Miso (Aka, Hatcho) enthält mehr Antioxidantien durch die längere Fermentation. Helles Miso (Shiro) hat weniger Salz. Am wichtigsten ist, dass das Miso traditionell fermentiert und nicht pasteurisiert ist – unabhängig von der Sorte.
Fazit: Miso als Teil einer ausgewogenen Ernährung
Miso ist ein nährstoffreiches, fermentiertes Lebensmittel mit einer langen Tradition. Die Forschung deutet auf verschiedene positive Aspekte hin – von probiotischen Eigenschaften über antioxidative Verbindungen bis zum interessanten "Miso-Paradox" beim Blutdruck.
✅ Zusammenfassung: Miso & Gesundheit
- Probiotika: Traditionell fermentiertes Miso kann lebende Kulturen enthalten
- Nährstoffe: Reich an Mangan, Zink, B-Vitaminen und Protein
- Antioxidantien: Besonders in lang gereiftem, dunklem Miso
- Salzgehalt: Hoch, aber möglicherweise weniger problematisch als reines Salz
- Empfehlung: 1-2 Portionen täglich als Teil einer vielfältigen Ernährung
Wichtig: Miso ist ein Lebensmittel, kein Medikament. Es kann Teil einer gesunden Ernährung sein, aber es ersetzt keine medizinische Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Vorerkrankungen sprich bitte mit einem Arzt.
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Quellen: Die in diesem Artikel zitierten Studien stammen aus peer-reviewed wissenschaftlichen Journalen. Die Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung.


