Kurz & Knapp: Jun Kombucha ist ein fermentiertes Teegetränk aus Grüntee und Rohhonig, das oft als "Champagner unter den Kombuchas" bezeichnet wird. Im Gegensatz zu klassischem Kombucha (Schwarztee + Zucker) fermentiert Jun schneller (3-7 Tage), bei kühleren Temperaturen (18-22°C) und entwickelt einen feineren, leichteren Geschmack mit champagnerartiger Perlage.
Du hast Kombucha gemeistert und suchst nach dem nächsten Level? Dann ist Jun Kombucha genau das Richtige für dich. Dieses elegante Fermentationsgetränk wird oft als der "Champagner unter den Kombuchas" bezeichnet – und das aus gutem Grund. Mit seiner feinen Perlage, dem delikaten Geschmack und der faszinierenden Geschichte ist Jun eine Erfahrung für sich.
„Jun ist für mich die eleganteste Form der Tee-Fermentation. Die Kombination aus grünem Tee und Rohhonig schafft ein Geschmacksprofil, das wirklich an feinen Champagner erinnert – leicht, spritzig, mit subtilen Blütennoten."
— Aus der HeldenPilz Werkstatt
Das Wichtigste in Kürze:
- Jun verwendet Grüntee + Rohhonig statt Schwarztee + Zucker
- Fermentiert schneller (3-7 Tage) und bei kühleren Temperaturen (18-22°C)
- Der Jun-SCOBY ist ein anderer Organismus als der Kombucha-SCOBY
- Geschmack: Leichter, feiner, blumiger – daher "Champagner des Kombuchas"
- Enthält die probiotischen Vorteile beider Fermentationswelten
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Was ist Jun Kombucha?
Jun (ausgesprochen "Dschun") ist ein fermentiertes Teegetränk, das auf den ersten Blick wie Kombucha aussieht – aber mit zwei entscheidenden Unterschieden hergestellt wird:
1. Grüner Tee statt Schwarztee
Während klassischer Kombucha traditionell mit Schwarztee gebraut wird, verwendet Jun ausschließlich grünen Tee. Das verleiht dem Getränk einen leichteren, feineren Charakter.
2. Rohhonig statt Zucker
Der wahre Game-Changer: Jun wird mit rohem, unpasteurisiertem Honig fermentiert. Die natürlichen Enzyme und Mikroorganismen im Rohhonig schaffen ein völlig anderes Fermentationsprofil.
Die Legende hinter Jun
Die Ursprünge von Jun sind mysteriös und umstritten. Einige behaupten, Jun stamme aus dem alten Tibet, wo es von spirituellen Meistern als "Elixier der Transformation" verwendet wurde. Andere Quellen verorten die Entstehung in Nordchina.
Was wir wissen: Jun ist deutlich weniger dokumentiert als Kombucha. Während Kombucha eine über 2.000-jährige Geschichte in China und Russland hat, tauchte Jun erst in den 1990er Jahren in westlichen Fermentationskreisen auf.
🍯 Wusstest du? Der Name "Jun" soll vom tibetischen Wort für "Transformation" abgeleitet sein – passend für ein Fermentationsgetränk, das Tee und Honig in ein völlig neues Produkt verwandelt.
Jun vs. Kombucha: Die Unterschiede im Detail
Obwohl Jun und Kombucha verwandt sind, gibt es fundamentale Unterschiede in Herstellung, Geschmack und sogar der verwendeten Kultur.
Übersicht: Jun vs. Kombucha
🍵 Jun Kombucha
- Tee: Grüner Tee (manchmal weißer Tee)
- Süßungsmittel: Roher, unpasteurisierter Honig
- Temperatur: 18-22°C (kühler)
- Fermentationsdauer: 3-7 Tage
- Geschmack: Leicht, fein, blumig, spritzig
- Farbe: Hell golden bis bernsteinfarben
- Kohlensäure: Sehr fein, champagnerartig
🫖 Klassischer Kombucha
- Tee: Schwarzer Tee (manchmal grün gemischt)
- Süßungsmittel: Raffinierter Zucker
- Temperatur: 22-28°C (wärmer)
- Fermentationsdauer: 7-14 Tage
- Geschmack: Kräftiger, säuerlich, herb
- Farbe: Dunkel bernstein bis bräunlich
- Kohlensäure: Kräftiger, größere Blasen
Warum fermentiert Jun schneller?
Die kürzere Fermentationszeit von Jun hat mehrere Gründe:
- Rohhonig enthält bereits Mikroorganismen: Im Gegensatz zu raffiniertem Zucker bringt Rohhonig eigene Hefen und Bakterien mit, die den Fermentationsprozess beschleunigen.
- Honig ist leichter fermentierbar: Die Zucker im Honig (hauptsächlich Fructose und Glucose) werden von den Mikroorganismen schneller abgebaut als Saccharose.
- Der Jun-SCOBY ist anders: Die mikrobielle Zusammensetzung des Jun-SCOBYs ist auf die Honig-Fermentation optimiert.
„Der Geschmack von Jun ist wie ein sanfter Sommermorgen – frisch, blumig und voller Leben. Wer einmal guten Jun probiert hat, versteht sofort den Champagner-Vergleich."
— Aus der HeldenPilz Werkstatt
Der Jun-SCOBY: Ein eigenständiger Organismus
Hier wird es wissenschaftlich interessant: Der Jun-SCOBY ist nicht identisch mit dem Kombucha-SCOBY.
Mikrobiologische Unterschiede
Beide SCOBYs sind symbiotische Kulturen aus Bakterien und Hefen (SCOBY = Symbiotic Culture Of Bacteria and Yeast), aber ihre Zusammensetzung unterscheidet sich:
Jun-SCOBY Charakteristika
- Erscheinung: Dünner, heller, oft cremeweiß
- Textur: Weicher, geschmeidiger
- Hefeanteil: Höherer Anteil an honigfermentierenden Hefen
- Bakterien: Angepasst an die antibakteriellen Eigenschaften von Honig
- Wachstum: Bildet schneller neue Schichten
Studien zur genauen Zusammensetzung von Jun-SCOBYs sind begrenzt, aber die Fermentationsforschung zeigt, dass die mikrobielle Gemeinschaft sich signifikant von Kombucha unterscheidet. Eine Studie aus dem International Journal of Food Microbiology bestätigt, dass verschiedene Substrate (Honig vs. Zucker) zu unterschiedlichen mikrobiellen Populationen führen.
Kann ich meinen Kombucha-SCOBY für Jun verwenden?
Theoretisch ja, praktisch ist es komplizierter:
- Mögliche Umstellung: Du kannst einen Kombucha-SCOBY langsam an Grüntee und Honig gewöhnen, indem du über mehrere Ansätze hinweg die Zutaten schrittweise änderst.
- Nicht optimal: Das Ergebnis wird nicht so gut sein wie mit einem echten Jun-SCOBY, da die mikrobielle Zusammensetzung anders ist.
- Risiko: Der SCOBY könnte die Umstellung nicht vertragen und inaktiv werden.
Zutaten für Jun Kombucha
Die Qualität deiner Zutaten bestimmt die Qualität deines Jun. Hier ist, worauf du achten solltest:
1. Grüner Tee
Verwende hochwertigen, losen Grüntee ohne Aromen oder Zusätze. Geeignete Sorten:
- Sencha: Klassisch, frisch, leicht grasig – der Standard für Jun
- Gunpowder: Kräftiger, leicht rauchig
- Long Jing (Drachenbrunnentee): Nussig, sehr hochwertig
- Weißer Tee: Besonders mild und delikat (für erfahrene Brauer)
⚠️ Vermeide: Aromatisierte Tees (Earl Grey, Jasmin), Rauchtees und Tees mit Ölen. Diese können den SCOBY schädigen.
2. Rohhonig – Das Herzstück von Jun
Rohhonig ist entscheidend! Hier die Unterschiede:
✅ Rohhonig (unpasteurisiert)
- Enthält lebende Enzyme und Probiotika
- Nicht über 40°C erhitzt
- Oft kristallisiert (das ist gut!)
- Direkt vom Imker oder im Bioladen
- Unterstützt die Fermentation aktiv
❌ Pasteurisierter Honig (Supermarkt)
- Enzyme durch Erhitzen zerstört
- Keine lebenden Kulturen mehr
- Oft mit Zucker gestreckt
- Funktioniert für Jun, aber Ergebnis ist weniger komplex
Mengenverhältnis für 1 Liter Jun
- Wasser: 1 Liter
- Grüner Tee: 4-5 g (ca. 2 TL loser Tee oder 2 Beutel)
- Rohhonig: 80-100 g (ca. 4-5 EL)
- Starterflüssigkeit: 100-150 ml
- Jun-SCOBY: 1 Stück
Schritt-für-Schritt Anleitung: Jun selber machen
Die Herstellung von Jun ist unkompliziert, erfordert aber Aufmerksamkeit bei der Temperatur. Hier ist der vollständige Prozess:
Schritt 1: Tee aufbrühen
- Erhitze 1 Liter Wasser auf ca. 80°C (nicht kochen! Grüntee wird sonst bitter).
- Gib 4-5 g grünen Tee hinzu.
- Lass den Tee 3-5 Minuten ziehen – nicht länger!
- Entferne die Teeblätter und lass den Tee auf Raumtemperatur abkühlen.
🌡️ Wichtig: Warte, bis der Tee unter 35°C ist, bevor du den Honig hinzufügst! Höhere Temperaturen zerstören die wertvollen Enzyme im Rohhonig.
Schritt 2: Honig einrühren
- Wenn der Tee auf unter 35°C (handwarm) abgekühlt ist, rühre den Rohhonig ein.
- Rühre gut, bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat.
- Der süße Tee sollte jetzt eine goldene Farbe haben.
Schritt 3: In das Gärgefäß umfüllen
- Gib den Honig-Tee in ein sauberes Glas- oder Keramikgefäß.
- Füge die Starterflüssigkeit hinzu (100-150 ml).
- Lege den Jun-SCOBY vorsichtig obenauf.
Schritt 4: Abdecken und Fermentieren
- Bedecke das Gefäß mit einem atmungsaktiven Tuch (Küchentuch, Stoffserviette).
- Befestige es mit einem Gummiband.
- Stelle das Gefäß an einen kühlen, dunklen Ort (18-22°C).
- Vermeide direkte Sonneneinstrahlung.
🌡️ Temperatur-Guide für Jun
- Optimal: 18-22°C
- Akzeptabel: 16-24°C
- Zu warm (>25°C): Fermentation zu schnell, mehr Essigsäure, weniger Feinheit
- Zu kalt (<16°C): Fermentation zu langsam, Schimmelrisiko steigt
Schritt 5: Warten und Probieren
- Tag 1-2: Kaum sichtbare Veränderung
- Tag 3: Leichte Bläschen, neuer SCOBY beginnt sich zu bilden
- Tag 4-5: Beginne zu probieren! Süß-sauer Balance finden
- Tag 5-7: Typischer Fermentationszeitraum
Schritt 6: Abfüllen
- Wenn der Geschmack dir zusagt, entferne den SCOBY (und den neuen "Baby-SCOBY").
- Reserviere 100-150 ml fertigen Jun als Starter für den nächsten Ansatz.
- Fülle den Rest in Flaschen ab.
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Zweitfermentation: Mehr Kohlensäure & Aromen
Für noch mehr Perlage und kreative Geschmackskombinationen ist die Zweitfermentation der Schlüssel.
Wie funktioniert die Zweitfermentation?
- Fülle den fertigen Jun in druckfeste Bügelflaschen.
- Füge optional Früchte, Kräuter oder Säfte hinzu (Rezepte unten).
- Verschließe die Flaschen luftdicht.
- Lass sie 2-4 Tage bei Raumtemperatur stehen.
- Wichtig: Täglich "burpen" (kurz öffnen), um Überdruck abzulassen!
- Dann in den Kühlschrank stellen und genießen.
Beliebte Jun-Geschmackskombinationen
Jun harmoniert besonders gut mit blumigen, leichten Aromen. Hier unsere Favoriten:
🌸 Lavendel-Zitrone
1 TL getrocknete Lavendelblüten + Saft einer halben Zitrone pro 500 ml. Elegant und beruhigend.
🌿 Holunderblüte
2 EL Holunderblütensirup pro 500 ml. Der Klassiker – blumig und süß.
🍊 Grapefruit-Rosmarin
Saft einer halben Grapefruit + 1 Zweig frischer Rosmarin. Herb-frisch.
🫚 Ingwer-Kurkuma
2 cm frischer Ingwer (gerieben) + 1/2 TL Kurkuma. Würzig und wärmend.
🍓 Erdbeere-Basilikum
3-4 frische Erdbeeren (zerdrückt) + 3 Basilikumblätter. Sommerlich-frisch.
Häufige Probleme & Lösungen
Jun ist generell pflegeleicht, aber es können Probleme auftreten. Hier die häufigsten:
Problem: Fermentation startet nicht
Mögliche Ursachen:
- Temperatur zu niedrig (<16°C)
- SCOBY inaktiv oder beschädigt
- Zu wenig Starterflüssigkeit
- Honig zu heiß hinzugefügt (Enzyme zerstört)
Lösungen:
- Wärmeren Standort finden (ideal 20°C)
- Mehr Starterflüssigkeit hinzufügen
- Geduld haben – manchmal dauert der erste Ansatz 10+ Tage
- Bei Bedarf neuen SCOBY verwenden
Problem: Jun wird zu sauer/essigig
Lösungen:
- Früher abfüllen (nach 3-4 Tagen probieren)
- Temperatur senken
- Weniger Starterflüssigkeit beim nächsten Mal
- Zu sauren Jun als Salatdressing oder Starter verwenden
Problem: Schimmel auf dem SCOBY
Schimmel ist pelzig, trocken und farbig (grün, schwarz, weiß-flauschig) – er sitzt immer OBEN auf dem SCOBY.
Bei echtem Schimmel: Alles entsorgen (SCOBY + Flüssigkeit) und mit einem frischen SCOBY neu starten. Schimmel lässt sich nicht "retten".
Häufig gestellte Fragen zu Jun Kombucha
Was ist der Unterschied zwischen Jun und Kombucha?
Jun wird mit Grüntee und Rohhonig hergestellt, während klassischer Kombucha Schwarztee und Zucker verwendet. Jun fermentiert schneller (3-7 Tage vs. 7-14 Tage), bei kühleren Temperaturen (18-22°C vs. 22-28°C) und hat einen feineren, blumigeren Geschmack mit champagnerartiger Perlage.
Ist Jun gesünder als Kombucha?
Beide Getränke bieten probiotische Vorteile. Jun hat den zusätzlichen Vorteil des Rohhonigs mit seinen Enzymen und antimikrobiellen Eigenschaften. Der niedrigere Säuregehalt macht Jun oft magenfreundlicher. Wissenschaftlich ist keines "gesünder" – beide sind fermentierte Teegetränke mit lebenden Kulturen.
Kann ich meinen Kombucha-SCOBY für Jun verwenden?
Technisch ja, aber es ist nicht optimal. Du kannst einen Kombucha-SCOBY langsam an Grüntee und Honig gewöhnen, indem du über mehrere Ansätze die Zutaten schrittweise änderst. Das Ergebnis wird jedoch nicht so gut sein wie mit einem echten Jun-SCOBY, dessen mikrobielle Zusammensetzung auf Honig-Fermentation spezialisiert ist.
Enthält Jun Alkohol?
Ja, wie alle fermentierten Getränke enthält Jun geringe Mengen Alkohol (typischerweise 0,5-2%). Bei längerer Fermentation oder Zweitfermentation kann der Alkoholgehalt steigen. Für Kinder, Schwangere oder alkoholsensible Personen ist Vorsicht geboten.
Ist Jun für Veganer geeignet?
Jun enthält Honig, der von Bienen produziert wird. Für strenge Veganer ist Jun daher nicht geeignet. Klassischer Kombucha mit Zucker ist die vegane Alternative für fermentierte Teegetränke.
Fazit: Ist Jun das Richtige für dich?
Jun Kombucha ist ideal für dich, wenn du:
- ✅ Bereits Erfahrung mit Kombucha hast und etwas Neues probieren möchtest
- ✅ Einen feineren, weniger sauren Geschmack bevorzugst
- ✅ Die Vorteile von Rohhonig schätzt
- ✅ Elegante, champagnerähnliche Fermente liebst
- ✅ Zugang zu hochwertigem Rohhonig hast
Jun ist nicht nur ein Getränk – es ist eine Erfahrung. Die Kombination aus grünem Tee und Rohhonig schafft ein Fermentationsprodukt, das in seiner Eleganz einzigartig ist.
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📚 Wissenschaftliche Quellen
- International Journal of Food Microbiology: "Microbial diversity in honey-based fermented beverages"
- Jayabalan et al. (2014): "A Review on Kombucha Tea"
Letzte Aktualisierung: Januar 2026 | Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Beratung.


