★★★★★ ⏱ 20 Min aktiv 🍚 30 Min köcheln 📊 Fortgeschritten 🍴 3–4 Portionen

Kurz & Knapp: Tempeh-Rendang ist ein indonesisches Schmorgericht, bei dem knusprig gebratener Tempeh in einer reichhaltigen Kokosmilch-Gewürzsauce langsam geköchelt wird, bis die Sauce fast vollständig eingedickt ist. Das Ergebnis: zartes, aromatisches Tempeh mit einer intensiven Gewürzschicht — proteinreich (~18 g pro Portion), vegan und in unter einer Stunde fertig.

Tempeh-Rendang in einer Schüssel mit Jasminreis, goldbraunes Tempeh in dunkler Gewürzsauce, garniert mit Kaffirlimettenblättern
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Rendang ist eines der berühmtesten Gerichte Südostasiens — ein Trockencurry aus Indonesien, das 2017 von CNN zum besten Essen der Welt gewählt wurde. Traditionell wird es mit Rindfleisch zubereitet, aber die Tempeh-Version ist mindestens genauso überzeugend: Der fermentierte Sojablock nimmt die komplexen Gewürzaromen auf wie ein Schwamm und entwickelt beim Braten eine herrlich knusprige Außenschicht.

Das Geheimnis liegt in der Geduld: Die Kokosmilch wird so lange eingekocht, bis sie fast vollständig verdampft ist und eine dicke, aromatische Gewürzschicht um jeden Tempeh-Würfel bildet. Das ist keine Suppe, das ist konzentrierter Geschmack.

„Der wichtigste Schritt bei Rendang: Den Tempeh erst separat goldbraun braten, bevor er in die Sauce kommt. So behält er seine Struktur und wird nicht matschig. Und die Sauce am Ende wirklich fast trocken köcheln lassen — das ist der Unterschied zwischen einem Curry und einem echten Rendang.“

— Aus der HeldenPilz Werkstatt

Warum Tempeh perfekt für Rendang ist

Tempeh hat eine einzigartige Eigenschaft, die ihn zum idealen Rendang-Protein macht: Durch die Fermentation mit Rhizopus-Schimmelpilzen entsteht ein dichtes Myzel-Netzwerk, das den Sojablock zusammenhält und gleichzeitig mikroskopische Kanäle bildet. Diese Kanäle saugen die Rendang-Sauce förmlich auf — das Ergebnis ist Tempeh, der bis zum Kern nach Gewürzen schmeckt.

Tempeh-Rendang: Die Nährstoff-Facts

~18 g
Protein pro Portion
~380 kcal
pro Portion
100 %
pflanzlich & fermentiert

Dazu kommt: Tempeh liefert pro 100 g etwa 19 g Protein, alle essentiellen Aminosäuren und durch die Fermentation eine deutlich bessere Bioverfügbarkeit der Nährstoffe als ungefermentierte Sojabohnen. In Kombination mit der Kokosmilch und den entzündungshemmenden Gewürzen (Kurkuma, Ingwer, Galgant) entsteht ein Gericht, das nicht nur fantastisch schmeckt, sondern auch ernährungsphysiologisch überzeugt.

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Zutaten

Für 3–4 Portionen
  • 300 g Tempeh (in 2 cm Würfel geschnitten) — Tempeh Starterkultur →
  • 400 ml Kokosmilch (vollfett für die beste Konsistenz)
  • 2 EL Rendang-Gewürzpaste (oder selbst gemacht: 2 Schalotten, 3 Knoblauchzehen, 3 cm Ingwer, 3 cm Galgant, 2 Chilis, 1 Stängel Zitronengras — alles pürieren)
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 Zimtstange, 3 Kardamomkapseln, 2 Nelken
  • 2 Kaffirlimettenblätter
  • 1 EL Palmzucker (oder brauner Zucker)
  • 1 EL Sojasauce, Salz

Equipment: 1 großer Wok oder schwere Pfanne, 1 Standmixer oder Stabmixer (für die Gewürzpaste), 1 Schneidebrett + Messer. Selbstgemachter Tempeh schmeckt im Rendang nochmal besser — unser Tempeh Komplett-Set hat alles was du brauchst.

Schritt-für-Schritt Anleitung

1

Tempeh goldbraun braten

Tempeh in 2 cm Würfel schneiden. Kokosöl im Wok erhitzen und die Tempeh-Würfel von allen Seiten goldbraun braten (ca. 5–6 Minuten). Auf einem Teller beiseite stellen.

💡 Praxis-Tipp: Den Tempeh nicht zu oft wenden — lass ihn in Ruhe bräunen. Eine schöne Kruste ist der Schlüssel zur perfekten Textur im fertigen Rendang.

2

Gewürzpaste anrösten

Im gleichen Wok die Rendang-Gewürzpaste bei mittlerer Hitze 3 Minuten anrösten, bis sie intensiv duftet. Ständig rühren, damit nichts anbrennt.

3

Kokosmilch & Gewürze hinzufügen

Kokosmilch angießen, dann Zimtstange, Kardamomkapseln, Nelken und Kaffirlimettenblätter hinzufügen. Alles gut umrühren und zum Köcheln bringen.

4

Sauce einreduzieren

Bei niedriger Hitze 20–30 Minuten offen köcheln lassen, bis die Sauce merklich eindickt. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.

💡 Praxis-Tipp: Echtes Rendang ist kein Curry mit Sauce — es ist ein Trockengericht. Je mehr du die Sauce einreduzierst, desto authentischer wird das Ergebnis.

5

Tempeh zurückgeben & würzen

Die gebratenen Tempeh-Würfel zurück in den Wok geben. Palmzucker und Sojasauce einrühren. Alles gut vermengen, sodass jeder Würfel mit Sauce überzogen ist.

6

Fertig köcheln & servieren

Weitere 10 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce fast vollständig trocken ist und den Tempeh umhüllt. Zimtstange und Limettenblätter entfernen. Mit duftendem Jasminreis servieren.

Variationen & Tipps

🌶️ Extra scharf

Füge 2–3 extra Bird's-Eye-Chilis zur Gewürzpaste hinzu. Für die authentische indonesische Schärfe — nichts für schwache Nerven!

🥜 Crunchy Topping

Geröstete Kokosraspeln und gehackte Erdnüsse obendrauf — bringt nochmal eine ganz andere Textur ins Spiel.

🍱 Meal Prep

Rendang hält sich 4–5 Tage im Kühlschrank und wird am nächsten Tag sogar noch besser. Perfekt zum Vorkochen!

~380
kcal / Portion
~18 g
Protein
Vegan
Fermentiert

Tempeh ist eine der besten pflanzlichen Proteinquellen: 100 g liefern rund 19 g Protein und alle essentiellen Aminosäuren. Durch die Fermentation werden Phytinsäure und andere Antinährstoffe abgebaut, was die Bioverfügbarkeit von Mineralien wie Eisen, Zink und Calcium deutlich verbessert. In Kombination mit der Kokosmilch erhältst du gesunde mittelkettige Fettsäuren (MCTs), die schnell vom Körper verwertet werden.

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Troubleshooting: Was tun wenn...

...der Tempeh in der Sauce zerfällt?

Den Tempeh unbedingt erst separat braten und eine Kruste bilden lassen, bevor er in die Sauce kommt. Außerdem nicht zu aggressiv rühren — sanft wenden reicht.

...die Sauce nicht eindickt?

Hitze leicht erhöhen und den Deckel abnehmen. Rendang braucht Geduld — manchmal dauert es 40–50 Minuten bei vollfetter Kokosmilch. Keine Light-Kokosmilch verwenden!

...es zu scharf geworden ist?

Etwas mehr Kokosmilch oder Palmzucker einrühren. Beim nächsten Mal die Chilis entkernen oder weniger verwenden. Dazu Jasminreis — der mildert die Schärfe.

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Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Rendang und Curry?

Rendang ist ein Trockengericht — die Kokosmilch wird so lange eingekocht, bis fast keine Flüssigkeit mehr übrig ist. Ein Curry hat dagegen eine flüssige Sauce. Rendang ist dadurch intensiver im Geschmack und hält sich länger (traditionell wurde es als Reiseproviant hergestellt).

Kann ich fertigen Tempeh aus dem Supermarkt verwenden?

Ja, das funktioniert. Selbstgemachter Tempeh hat allerdings ein nussigeres Aroma und eine zartere Textur, da er frischer ist. Wenn du gekauften Tempeh verwendest, blanchiere ihn 5 Minuten in Salzwasser, um eventuelle Bitterstoffe zu entfernen.

Wo bekomme ich Kaffirlimettenblätter und Galgant?

In jedem Asia-Laden findest du beides — Kaffirlimettenblätter oft sogar tiefgefroren. Alternativ: Galgant durch die gleiche Menge frischen Ingwer ersetzen. Die Limettenblätter kannst du durch den Abrieb einer Bio-Limette annähernd ersetzen.

Wie lange hält sich Tempeh-Rendang?

Im Kühlschrank hält sich Tempeh-Rendang 4–5 Tage. Durch das Einkochen der Kokosmilch und die konzentrierten Gewürze ist Rendang von Natur aus haltbar. Es schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen durchziehen.

Tempeh-Rendang

⏱ 20 Min aktiv🍚 30 Min köcheln🍴 3–4 Portionen📊 Fortgeschritten

Zutaten

  • 300 g Tempeh (2 cm Würfel)
  • 400 ml Kokosmilch
  • 2 EL Rendang-Gewürzpaste
  • 2 EL Kokosöl
  • 1 Zimtstange, 3 Kardamom, 2 Nelken
  • 2 Kaffirlimettenblätter
  • 1 EL Palmzucker, 1 EL Sojasauce

Anleitung

  1. Tempeh würfeln, in Kokosöl goldbraun braten, beiseite stellen.
  2. Gewürzpaste 3 Min anrösten.
  3. Kokosmilch + Zimtstange + Kardamom + Nelken + Limettenblätter dazu.
  4. 20–30 Min köcheln bis Sauce eindickt.
  5. Tempeh zurück, Zucker + Sojasauce einrühren.
  6. 10 Min weiter köcheln bis Sauce fast trocken.
  7. Mit Jasminreis servieren.

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