30 Gramm Protein zum Frühstück: Wie die Morgenroutine wirklich aussieht (5 Varianten)
Kurz und knapp: 30 Gramm Eiweiß am Morgen bekommst du pflanzlich zusammen, wenn du zwei oder drei gute Eiweißlieferanten kombinierst, statt einen einzelnen zu erhöhen. Beispiel: 80 g Haferflocken, 250 ml Sojadrink, 20 g Erdnussmus, 15 g Hanfsamen und 100 g Beeren ergeben rund 30 g Eiweiß. Wer den Weg über ein Proteinpulver geht, braucht trotzdem meist eine zweite Komponente, denn 30 g Pulver liefern je nach Produkt etwa 20 bis 25 g Eiweiß, nicht 30.
Zwei der fünf Varianten arbeiten mit Pulver
HeldenPilz All-in-One Plant Protein liefert je nach Sorte 21,6 bis 23,1 g Eiweiß pro Portion (30 g). Eiweiß trägt zu einer Zunahme an Muskelmasse bei und trägt zur Erhaltung von Muskelmasse bei.
Produkt ansehenWoher die Zahl 30 kommt
Die Vorgabe „30 Gramm Protein pro Mahlzeit“ ist in den letzten Jahren aus dem englischsprachigen Raum herübergeschwappt und steht inzwischen in Modemagazinen genauso wie in Krankenkassen-Ratgebern. Was dabei fast immer fehlt: eine Einordnung, wie viel das eigentlich ist.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Referenzwert für Erwachsene zwischen 19 und 64 Jahren 0,8 g Protein je Kilogramm Körpergewicht und Tag, ab 65 Jahren steigt der Schätzwert auf 1,0 g je Kilogramm. Für eine Frau mit 65 Kilogramm sind das rund 52 g am Tag. 30 g beim Frühstück wären damit deutlich mehr als die Hälfte der Tagesmenge in einer einzigen Mahlzeit.
Das ordnet den Trend ein: 30 g am Morgen sind eine hohe Einzelportion, keine ernährungsphysiologische Mindestanforderung. Wer im Alltag ohnehin auf seine Tagesmenge kommt, muss sie morgens nicht künstlich erzwingen. Interessant wird die Zahl vor allem für zwei Gruppen. Für Menschen, die sich überwiegend oder ausschließlich pflanzlich ernähren und abends selten nachlegen. Und für alle, die Krafttraining machen und ihre Tagesmenge bewusst über den Tag verteilen wollen.
Was in diesem Artikel nicht steht. Zu Eiweiß gibt es in der EU drei zugelassene Aussagen nach Verordnung (EU) Nr. 432/2012; zwei betreffen die Muskulatur, eine die Knochen. Wir nutzen hier die Muskel-Aussage: Eiweiß trägt zu einer Zunahme an Muskelmasse bei und trägt zur Erhaltung von Muskelmasse bei. Weitere Wirkungen, die dem Nährstoff in Ratgebern gern zugeschrieben werden, sind nicht zugelassen. Deshalb stehen sie hier nicht, obwohl sie in fast jedem Artikel zu diesem Thema vorkommen. Hier geht es um Mengen, nicht um Versprechen.
So liest du die Grammangaben
Beim Nachrechnen entstehen die meisten Fehler nicht beim Rechnen, sondern bei den Bezugsgrößen. Drei Punkte, die du kennen solltest, bevor du die Varianten weiter unten übernimmst.
Roh oder gekocht macht den größten Unterschied. 100 g rote Linsen trocken enthalten rund 24 g Eiweiß, gekocht sind es etwa 9 g je 100 g. Der Unterschied liegt nicht im Eiweiß, sondern im aufgenommenen Wasser. Alle Angaben in diesem Artikel beziehen sich auf den Zustand, in dem du die Zutat abwiegst: Haferflocken trocken, Tofu wie gekauft, Getränke flüssig.
Marken schwanken, teils erheblich. Sojadrinks liegen zwischen 2,5 und 3,8 g Eiweiß je 100 ml, Haferdrinks zwischen 0,3 und 1,3 g. Vollkornbrote reichen von 6 bis 9 g je 100 g. Die Werte unten sind gerundete Mittelwerte aus dem Bundeslebensmittelschlüssel, der USDA-Nährstoffdatenbank und den Nährwerttabellen gängiger Handelsprodukte. Für dein konkretes Produkt gilt immer die Packung.
Eine Kennzeichnungsregel, die beim Einkauf hilft. Ein Lebensmittel darf nach der EU-Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben nur dann als Lebensmittel mit hohem Proteingehalt ausgelobt werden, wenn mindestens 20 Prozent des Brennwerts aus Eiweiß stammen. Für die Angabe „Proteinquelle“ reichen 12 Prozent (Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Anhang). Das ist ein Energieanteil, keine Grammzahl. Ein Riegel mit viel Fett kann absolut mehr Eiweiß enthalten und die Bedingung trotzdem verfehlen.
Die Bausteine: pflanzliche Eiweißlieferanten mit Grammangaben
Das hier ist die Werkzeugkiste. Wenn du diese Zahlen einmal im Kopf hast, baust du dir eigene Kombinationen, statt Rezepte abzuarbeiten. Alle Werte gerundet, je 100 g beziehungsweise je 100 ml.
Zwei Dinge fallen beim Durchsehen sofort auf. Die dichtesten Lieferanten sind Samen, Kerne und Nussmus, und genau die verwendest du in kleinen Mengen: 15 g Hanfsamen sind ein gehäufter Esslöffel und bringen schon 4,7 g. Und Getränke tragen mehr bei, als die meisten denken. Der Wechsel von 250 ml Haferdrink auf 250 ml Sojadrink im Porridge bringt allein 5,8 g Eiweiß, ohne dass sich am Rezept sonst etwas ändert.
Fünf Frühstücks-Varianten mit 30 Gramm Protein, durchgerechnet
Drei Varianten kommen ohne Proteinpulver aus, zwei arbeiten damit. Bei jeder steht, wie lange sie am Morgen dauert. Die Einzelwerte sind auf eine Nachkommastelle gerundet, die Summe ist die Summe genau dieser Werte. Du kannst also mitrechnen.
Variante 1: Porridge mit Sojadrink, Erdnussmus und Hanfsamen
Haferflocken mit dem Sojadrink aufkochen, drei Minuten quellen lassen, Erdnussmus einrühren, Hanfsamen und Beeren obendrauf. Die Hanfsamen kommen erst am Schluss dazu, sonst verlieren sie ihre Textur. Wer den Sojadrink durch Haferdrink ersetzt, landet bei rund 24 g und muss anderswo nachlegen.
Variante 2: Sojajoghurt-Bowl mit Mandelmus und Kernen
Der entscheidende Punkt ist der Joghurt. Sojajoghurt liegt bei etwa 4 g je 100 g, Kokos- und Mandeljoghurt meist unter 1 g. Wer die Basis tauscht, verliert rund 9 g und kommt mit denselben Toppings nur noch auf gut 20 g. Leinsamen bitte geschrotet verwenden, ganze Samen gehen weitgehend unverändert durch.
Variante 3: Herzhaft mit Räuchertofu, Hummus und Vollkornbrot
Das ist die Variante für alle, die morgens nichts Süßes mögen. Räuchertofu in Scheiben schneiden, in wenig Öl von beiden Seiten anbraten, auf das mit Hummus bestrichene Brot legen, Kerne darüber. Naturtofu funktioniert genauso, liegt mit 12 bis 15 g je 100 g aber niedriger, dann fehlen am Ende zwei bis fünf Gramm.
HeldenPilz All-in-One Plant Protein
Proteinbasis aus Erbse und Reis, ergänzt um freie Aminosäuren. 21,6 bis 23,1 g Eiweiß je Portion (30 g), je nach Sorte. 900 g für 30 Portionen.
Zum ProduktVariante 4: Shake mit Vollkornbrot und Erdnussmus
Hier steckt der wichtigste Rechenfehler des ganzen Themas drin, deshalb ausdrücklich: 30 g Pulver sind nicht 30 g Eiweiß. Beim HeldenPilz All-in-One Plant Protein sind es je nach Sorte 21,6 g (Dark Chocolate Fudge) bis 23,1 g (Vanilla und Cinnamon) pro Portion. Bei anderen pflanzlichen Pulvern liegt der Wert typischerweise zwischen 20 und 25 g. Ein Shake allein bringt dich also bei keinem Produkt auf 30 g. Es braucht eine zweite Komponente, und eine Scheibe Brot mit Nussmus ist die unkomplizierteste.
Variante 5: Overnight Oats mit Zimt-Pulver
Abends alles in ein Schraubglas, schütteln, in den Kühlschrank. Ein Hinweis aus der Praxis: Pulver mit Verdickungsmittel binden über Nacht deutlich stärker als reines Proteinpulver. Wenn die Masse am Morgen zu fest ist, rühre 50 bis 80 ml Flüssigkeit unter, statt am Vorabend weniger Hafer zu nehmen. Und die Sorte Cinnamon gehört in die kalte Zubereitung, nicht in heiße Milch.
Protein-Pancakes als Zugabe zu den fünf Varianten
Pancakes gelten als Sonntagsessen, gehen morgens aber schneller als ihr Ruf. Der Teig braucht keinen Mixer, wenn du feine Haferflocken nimmst, und die Menge unten ergibt vier kleine Pfannkuchen. Gerechnet wird mit denselben Werten je 100 g wie in den Varianten davor.
Die Haferflocken im Blitzhacker zu Mehl mahlen, mit Pulver und Sojadrink glatt rühren, die zerdrückte Banane unterheben, fünf Minuten stehen lassen. Danach portionsweise in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze etwa zwei Minuten je Seite backen. Zwei Punkte entscheiden über das Ergebnis. Der Teig muss dickflüssig bleiben, sonst zerläuft er in der Pfanne. Und die Hitze bleibt mittel, weil der Stapel sonst außen dunkel wird, bevor er innen durch ist. Das Erdnussmus kommt erst am Schluss obendrauf.
Die Sorten Vanilla und Cinnamon passen zu diesem Teig. Er wird kalt angerührt, deshalb gilt der Hinweis aus Variante 5 hier nicht. Dark Chocolate Fudge ergibt dunklere Pancakes. Was in einem Pulver neben dem Eiweiß sonst noch steckt, steht im Artikel über Proteinpulver mit Vitaminen.
Wie viel Eiweiß tierische Quellen liefern
Die Varianten oben sind rein pflanzlich, weil die Rechnung dort am schwersten aufgeht. Wer tierische Lebensmittel isst, hat es leichter, und die meisten Rezeptsammlungen zu diesem Thema arbeiten ausschließlich damit. Zum Einordnen die vier Klassiker aus dem Frühstücksregal, jeweils in der Menge, die tatsächlich auf dem Tisch landet. Alle Werte sind Richtwerte aus dem Bundeslebensmittelschlüssel; für dein Produkt gilt die Angabe auf der Packung.
Daran lassen sich zwei Dinge ablesen. Ein einzelner Becher Magerquark trägt eine ganze Frühstücksportion fast allein, während es bei Eiern vier bis fünf Stück braucht. Und die pflanzlichen Bausteine weiter oben liegen je 100 g teilweise höher als die tierischen; den Unterschied macht die Portionsgröße, denn von Quark isst du 250 g und von Hanfsamen 15 g. Mischen ist ausdrücklich erlaubt: 150 g Skyr statt 250 g Sojajoghurt in Variante 2 bringt die Summe auf rund 36 g.
Wer überwiegend oder ganz pflanzlich isst, schaut neben dem Eiweiß üblicherweise auch auf Eisen und Vitamin B12. Das ist ein eigenes Thema, aufgegriffen im Artikel darüber, warum viele Frauen ständig müde sind.
Eiweißbetont heißt nicht automatisch Low Carb
Beide Begriffe stehen oft im selben Satz und meinen Verschiedenes. Eiweißbetont beschreibt, wie viel Protein eine Mahlzeit liefert. Low Carb beschreibt, wie wenig Kohlenhydrate darin stecken. Das eine sagt nichts über das andere aus. Für die Angabe „hoher Proteingehalt“ gibt es die Prozentregel weiter oben, für „Low Carb“ gibt es in der EU keine festgelegte Grenze und damit auch keine geschützte Bedeutung.
An den Varianten lässt sich das nachvollziehen. Die Getreidebasis ist der größte Kohlenhydratträger im Frühstück: 100 g Haferflocken enthalten rund 53 g verfügbare Kohlenhydrate (Bundeslebensmittelschlüssel), die 80 g aus Variante 1 also etwa 43 g. Diese Variante ist eiweißreich und bleibt trotzdem klar kohlenhydratbetont. Variante 3 mit Räuchertofu, Hummus und Kernen liegt beim Eiweiß fast gleichauf und bei den Kohlenhydraten niedriger, weil dort vor allem die zwei Scheiben Brot Stärke beisteuern und der Hummus nur in kleiner Menge dazukommt.
Praktisch heißt das: Wenn du Kohlenhydrate reduzieren willst, verschiebst du das Gewicht von Haferflocken und Brot auf Tofu, Sojajoghurt, Kerne und Nussmus. An den 30 g Eiweiß ändert das nichts, du erreichst sie nur über andere Zutaten. Umgekehrt ist ein Frühstück mit Haferflocken kein schlechteres Eiweißfrühstück, bloß weil Kohlenhydrate darin vorkommen.
Warum in diesem Artikel keine Sättigungsaussage steht
Zu diesem Thema kursieren viele Aussagen darüber, wie lange ein eiweißreiches Frühstück vorhält. Für Eiweiß ist in der EU keine gesundheitsbezogene Angabe dazu zugelassen, deshalb steht hier keine.
Eine Übersichtsarbeit von Leidy und Kollegen fasst 2015 im American Journal of Clinical Nutrition zusammen, in welchen Größenordnungen Eiweiß in diesem Zusammenhang untersucht wurde. Genannt werden dort 1,2 bis 1,6 g Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht und Tag sowie mindestens etwa 25 bis 30 g Eiweiß je Mahlzeit; die Autoren beziehen diese Größenordnungen auf Appetit, Körpergewicht und kardiometabolische Werte zugleich, nicht allein auf die Sättigung (Leidy u. a. 2015, American Journal of Clinical Nutrition, Band 101, Heft 6, Seiten 1320S bis 1329S, PMID 25926512). Das sind Größenordnungen aus der Forschung an Studienteilnehmenden, keine Empfehlung für dein Frühstück.
Dazu kommt der rechtliche Rahmen. Eine gesundheitsbezogene Angabe zur Sättigung ist für Eiweiß in der EU nicht zugelassen. Deshalb steht auf keiner Packung, ein Eiweißprodukt mache satt, und deshalb steht es auch in diesem Artikel nicht. Wie Eiweiß in diesem Zusammenhang rechtlich einzuordnen ist, steht im Artikel Proteinpulver zum Abnehmen für Frauen.
Was beim Nachrechnen typischerweise schiefgeht
Die Portionsgröße auf der Packung ist nicht deine Portion. Viele Hersteller rechnen mit 40 g Haferflocken oder 150 g Joghurt. Wer im echten Leben 80 g und 250 g isst, kommt auf andere Werte, als die Packung suggeriert. Umgekehrt gilt das auch: Manche Pulver deklarieren pro 40-g-Portion und sehen dadurch stärker aus, als sie im Vergleich pro 30 g sind. Rechne im Zweifel alles auf 100 g herunter, dann werden Produkte vergleichbar.
Nussmus wird beim Abwiegen chronisch unterschätzt. Ein „Teelöffel“ Erdnussmus sind in der Praxis oft 20 bis 25 g, nicht 5 g. Beim Eiweiß ist das erfreulich, beim Brennwert weniger: 20 g Erdnussmus bringen neben den 5 g Eiweiß auch rund 120 kcal mit. Wenn dir eine Variante zu gehaltvoll ist, ist das Nussmus die Stellschraube, nicht die Haferflocken.
Pflanzendrinks sind nicht austauschbar. Soja ist unter den gängigen Pflanzendrinks der einzige, der beim Eiweiß mit Kuhmilch mithält. Hafer, Mandel, Reis und Kokos liegen alle deutlich darunter. Wenn ein Frühstück auf 30 g kommen soll und der Drink der Träger ist, führt kaum ein Weg an Soja vorbei.
Konsistenz sagt nichts über die Menge. Verdickungsmittel machen einen Shake cremig und damit gefühlt gehaltvoller. Am Eiweiß ändert das nichts. Verlass dich auf die Nährwerttabelle, nicht auf das Mundgefühl.
Die Varianten auf eine Woche verteilen
Fünf Rezepte jeden Morgen abzuwiegen hält niemand durch. Wer das Thema dauerhaft im Alltag haben will, arbeitet besser mit einem Baukasten aus drei Bestandteilen: einer Basis, einem Eiweißträger und einem Topping. Die Basis ist Haferflocken, Sojajoghurt oder Vollkornbrot. Der Eiweißträger ist Sojadrink, Räuchertofu oder Pulver. Das Topping sind Kerne, Samen oder Nussmus. Sobald du für jede Spalte zwei Optionen hast, ergeben sich acht Kombinationen, und keine davon musst du nachschlagen.
Ein Vorratsglas spart die meiste Zeit. Mische 200 g Kürbiskerne, 200 g geschälte Hanfsamen und 100 g geschrotete Leinsamen in ein Schraubglas. Die Mischung kommt auf rund 27 g Eiweiß je 100 g; zwei gehäufte Esslöffel davon wiegen etwa 25 g und bringen 6,7 g mit. Damit hast du das Topping für zwei Wochen einmal erledigt und musst morgens nur noch löffeln. Geschrotete Leinsamen gehören dabei in den Kühlschrank, weil das Fett darin schnell ranzig wird.
Der Vorabend erledigt den Rest. Overnight Oats aus Variante 5 lassen sich am Sonntagabend in drei Gläsern gleichzeitig ansetzen und halten im Kühlschrank drei Tage. Räuchertofu kannst du am Vortag anbraten und kalt aufs Brot legen. Nur das Porridge aus Variante 1 will frisch gekocht werden, dafür dauert es acht Minuten.
Zwei Zahlen reichen als Merkposten. Eine Getreidebasis zusammen mit einem Sojaprodukt liegt bei etwa 17 bis 19 g. Zwei gehäufte Esslöffel Kernmischung plus ein Löffel Nussmus bringen weitere 11 bis 12 g. Zusammen sind das rund 30. Wenn du das im Kopf hast, brauchst du diesen Artikel beim zweiten Mal nicht mehr.
Wenn eine Komponente aus dem Beutel kommen soll
HeldenPilz All-in-One Plant Protein
21,6 bis 23,1 g Eiweiß je Portion, je nach Sorte, aus einer Proteinbasis von Erbse und Reis, ergänzt um freie Aminosäuren. 900 g für 30 Portionen, drei Sorten: Dark Chocolate Fudge, Vanilla und Cinnamon. Hergestellt in Deutschland.
Eiweiß trägt zu einer Zunahme an Muskelmasse bei und trägt zur Erhaltung von Muskelmasse bei. Verzehrmenge: 1 Portion (30 g, 2 gehäufte Esslöffel) täglich in 300 ml Wasser. Ein Nahrungsergänzungsmittel ist kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
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Häufige Fragen
Sind 30 Gramm Protein zum Frühstück nötig?
Nein. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Referenzwert für Erwachsene zwischen 19 und 64 Jahren 0,8 g Protein je Kilogramm Körpergewicht und Tag, ab 65 Jahren 1,0 g je Kilogramm. Für eine Person mit 65 Kilogramm sind das rund 52 g am Tag. 30 g am Morgen sind damit eine hohe Einzelportion und keine Mindestanforderung. Entscheidend ist die Tagesmenge, nicht die Verteilung auf eine einzelne Mahlzeit.
Wie viel Eiweiß steckt in 30 Gramm Proteinpulver?
Bei pflanzlichen Pulvern typischerweise 20 bis 25 g, nicht 30 g. Der Rest der 30 g entfällt auf Ballaststoffe, Kohlenhydrate, Fett, Aroma, Süßungsmittel und Mineralstoffe. Beim HeldenPilz All-in-One Plant Protein sind es 21,6 g je Portion bei Dark Chocolate Fudge und 23,1 g bei Vanilla und Cinnamon. Ein Shake allein erreicht die 30 g deshalb bei keinem Produkt.
Geht ein Frühstück mit 30 Gramm Eiweiß auch ohne Proteinpulver?
Ja. Drei der fünf Varianten in diesem Artikel kommen ohne Pulver aus. Der einfachste Weg ist die Kombination aus einer eiweißreichen Basis, einem Sojaprodukt und Samen oder Nussmus: 80 g Haferflocken, 250 ml Sojadrink, 20 g Erdnussmus, 15 g Hanfsamen und 100 g Beeren ergeben zusammen rund 30 g. Auch herzhaft funktioniert es: 100 g Räuchertofu, zwei Scheiben Vollkornbrot, 50 g Hummus und ein Löffel Sonnenblumenkerne kommen auf gut 30 g.
Welcher Pflanzendrink hat das meiste Eiweiß?
Sojadrink. Er liegt je nach Marke bei 2,5 bis 3,8 g Eiweiß je 100 ml und damit auf dem Niveau von Kuhmilch. Haferdrink kommt auf etwa 0,3 bis 1,3 g, Mandel-, Reis- und Kokosdrink liegen meist noch darunter. Für ein Frühstück, das auf 30 g kommen soll, macht der Wechsel von Hafer auf Soja bei 250 ml rund 5,8 g Unterschied.
Wie viel sind 30 Gramm Proteinpulver ohne Messlöffel?
Zwei gehäufte Esslöffel entsprechen etwa 30 g. Das ist die Angabe auf der Verpackung des HeldenPilz All-in-One Plant Protein, dem bewusst kein Plastiklöffel beiliegt. Wer es genau haben will, wiegt einmal mit der Küchenwaage ab und merkt sich, wie der eigene Esslöffel dabei aussieht. Pulverdichten unterscheiden sich zwischen Produkten deutlich, ein Löffelmaß aus einem anderen Beutel überträgt sich nicht.
Zählt das Eiweiß aus Brot und Haferflocken wirklich mit?
Ja, es zählt in die Tagesmenge. Getreide liefert nebenbei deutlich mehr Eiweiß, als die meisten annehmen: 100 g Haferflocken enthalten rund 13,5 g, 100 g Dinkelvollkornbrot rund 8 g. Weil man von beidem größere Mengen isst als von Kernen, machen sie in der Summe oft ein Drittel der Frühstücksmenge aus. Wer nur die offensichtlichen Eiweißquellen zählt, unterschätzt sein Frühstück regelmäßig.
Heißt ein eiweißreiches Frühstück, dass ich auf Kohlenhydrate verzichten muss?
Nein. Die beiden Angaben hängen nicht zusammen. Eine Portion Porridge liefert 30 g Eiweiß und gleichzeitig rund 43 g Kohlenhydrate aus den Haferflocken, ein herzhaftes Frühstück aus Räuchertofu, Brot und Kernen kommt auf denselben Eiweißwert bei deutlich weniger Stärke. Wer Kohlenhydrate begrenzen will, verlagert das Gewicht auf Tofu, Sojajoghurt, Kerne und Nussmus. Für den Begriff Low Carb gibt es in der EU keine festgelegte Grenze, für die Angabe zum hohen Proteingehalt dagegen schon.
Muss es zum Frühstück zwangsläufig Ei oder Quark sein?
Nein. Tierische Lebensmittel machen die Rechnung nur bequemer: Ein 250-g-Becher Magerquark liefert rund 29,6 g Eiweiß, 200 g körniger Frischkäse rund 23,6 g, ein 150-g-Becher Skyr rund 15,5 g und zwei Eier der Größe M rund 13,2 g. Pflanzlich erreichst du denselben Wert über zwei oder drei Komponenten statt über eine, zum Beispiel über Haferflocken, Sojadrink und Nussmus. Die Werte stammen aus dem Bundeslebensmittelschlüssel und sind Richtwerte.
Kann ein Proteinshake das Frühstück ersetzen?
Ein Shake liefert Eiweiß, aber nicht die Nährstoffbreite und die Ballaststoffe einer Mahlzeit aus Getreide, Hülsenfrüchten, Kernen und Obst. Das HeldenPilz All-in-One Plant Protein ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Mahlzeitenersatz; Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Genau deshalb kombinieren die Varianten 4 und 5 in diesem Artikel das Pulver mit einer Lebensmittelkomponente, statt es allein stehen zu lassen.
Ist Chiapudding ein gutes Frühstück mit viel Eiweiß?
Allein nicht. Chiasamen liefern zwar 17 g Eiweiß je 100 g, im Pudding verwendest du davon aber nur 15 bis 20 g, also etwa 2,6 bis 3,4 g. Den größeren Teil trägt die Flüssigkeit: 250 ml Sojadrink bringen 8,3 g. Mit 20 g Chiasamen, 250 ml Sojadrink, 25 g Mandelmus und 20 g Hanfsamen landest du bei rund 23 g, für die 30 g fehlt dann noch eine Komponente.
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Womit du morgen früh anfängst
Nimm dir eine der drei Varianten ohne Pulver und wiege sie ein einziges Mal wirklich ab, statt zu schätzen. Danach kennst du deine Mengen und brauchst die Waage nicht mehr. Wer zum ersten Mal nachrechnet, landet oft höher als gedacht: Das eigene Frühstück liegt dann nicht bei 10 g, sondern eher bei 18 bis 22 g. Bis 30 fehlen dann meistens ein Löffel Nussmus und ein Wechsel des Pflanzendrinks.
Quellen
- Referenzwert für Erwachsene zwischen 19 und 64 Jahren 0,8 g Protein je Kilogramm Körpergewicht und Tag
- Bundeslebensmittelschlüssel
- USDA-Nährstoffdatenbank
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Anhang
- Leidy u. a. 2015, American Journal of Clinical Nutrition, Band 101, Heft 6, Seiten 1320S bis 1329S, PMID 25926512
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012
Angaben zum Produkt. HeldenPilz All-in-One Plant Protein, 900 g, 30 Portionen à 30 g. Eiweiß je Portion: 21,6 g (Dark Chocolate Fudge), 23,1 g (Vanilla und Cinnamon). Verzehrempfehlung: 1 Portion (30 g, 2 gehäufte Esslöffel) täglich in 300 ml Wasser einrühren. Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren.
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Das Produkt ist für gesunde Erwachsene bestimmt. Eine Portion enthält 50 µg Vitamin D3 und je nach Sorte 6,6 bis 7,5 mg Eisen. Schwangere und Stillende sollten es nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt verwenden. Männer, postmenopausale Frauen sowie Schwangere sollten Eisen nur nach Rücksprache mit einem Arzt einnehmen. Personen, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen, sollten vor dem Verzehr ärztlichen Rat einholen. Kann Spuren von Weizen, Gerste, Hafer, Dinkel, Ei, Soja, Milch und Lupinen enthalten.
Nährwertangaben zu Lebensmitteln. Gerundete Mittelwerte aus dem Bundeslebensmittelschlüssel, der USDA-Nährstoffdatenbank und den Nährwerttabellen gängiger Handelsprodukte, Stand September 2026. Für das jeweils gekaufte Produkt gilt die Angabe auf der Packung. Zugelassene Angaben nach Verordnung (EU) Nr. 432/2012 in der konsolidierten Fassung. Die Werte für Magerquark, körnigen Frischkäse, Skyr, Hühnerei und die Kohlenhydrate der Haferflocken stammen aus dem Bundeslebensmittelschlüssel, abgerufen am 4. September 2026. Zitierte Studie: Leidy u. a. 2015, American Journal of Clinical Nutrition, Band 101, Heft 6, Seiten 1320S bis 1329S, PMID 25926512.


















